Osteoporose

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist die häufigste Skeletterkrankung, unter der nach neuesten Schätzungen mindestens 6 % der Gesamtbevölkerung leiden. Sie ist eine Knochenerkrankung mit einem hohen Risiko für die Entstehung von Knochenbrüchen.

In Deutschland sind 6-8 Millionen Menschen betroffen. Jede dritte Frau und jeder achte Mann über 50 Jahre wird einen durch Osteoporose mit verursachten Knochenbruch erleiden.

Was passiert bei Osteoporose?

  • Bei Osteoporose ist die Anzahl der Knochenbälkchen im Knocheninnern (Spongiosa) und deren Verknüpfung untereinander vermindert. Auch die äußere Knochenschicht ist oft dünner als bei einem gesunden Knochen.

Bei folgenden Risikofaktoren wird eine Osteoporose-Abklärung empfohlen:

  • Nikotinkonsum
  • Untergewicht (BMI <20)
  • Frauen über 50 Jahre
  • Schenkelhalsbruch der Eltern´
  • Längerfristiger Cortisoneinnahme
  • Auftreten von mehr als 2 Stürzen im Jahr ohne äußeren Anlass
  • Immobilität (eingeschränkte Gehfähigkeit < 100 m)
  • Vorausgehenden Knochenbrüchen ohne adäquates Trauma
  • Rheumatoider Arthritis
  • Begleitenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion
  • Einnahme von Medikamenten, die Stürze begünstigen (Schlafmittel, Antidepressiva)
  • Antihormoneller Behandlung nach Prostatakarzinom

Liegt ein erhöhtes Knochenbruchrisiko vor, sollte eine Knochendichtemessung mit Hilfe der DXA-Methode erfolgen, damit durch eine rechtzeitige Therapieeinleitung Knochenbrüche vermieden werden können

  • Die Erst-Messung erfolgt an der Lendenwirbelsäule und am Schenkelhals, die Folgemessung an dem Ort der jeweils niedrigeren Knochendichte
  • Je moderner das DXA-Messgerät ist, desto kürzer ist die Messzeit